Symbolbild Städtebauliche Förderprogramme
Städtebauliche Förderprogramme sollen die Stadtentwicklung nachhaltig voranbringen. Sie werden vom Bund finanziert und haben unterschiedliche Ziele.


Städtebauliche Förderprogramme sind Teil der Städtebauförderung des Bundes (also von Deutschland). Für diese Programme stellt der Bund Gelder für die Umsetzung verschiedener Maßnahmen bereit. Die Maßnahmen haben dabei unterschiedliche Ziele. Sie sollen Klimaschutz und eine Anpassung an den Klimawandel fördern sowie Stadt- und Ortskerne erhalten und teilweise wiederbeleben. Darüber hinaus fördern die Programme das Schaffen von Wohnraum sowie sozialen Infrastrukturen (bspw. Kitas, Schulen etc.). Außerdem soll Teilhabe und gesellschaftliches Zusammenleben gestärkt werden. Insgesamt gibt es drei Förderprogramme:

• Lebendige Zentren und Quartiere
• Sozialer Zusammenhalt (Diese Förderprogramm beinhaltet unter anderem die Arbeit von Quartiersmanagement. Das gibt es aktuell in Pankow nicht)
• Wachstum und Nachhaltige Erneuerung

Außerdem gibt es das Berliner Programm BENN – „Berlin entwickelt neue Nachbarschaften“

Das Programm Lebendige Zentren und Quartiere
Berlin ist eine Stadt, die nicht nur über ein Zentrum verfügt. Sie setzt sich aus verschiedenen Bezirken und Ortsteilen zusammen, die unterschiedliche Stadtstrukturen sowie Zentren und Ortskerne haben. In dem Programm geht es um den Erhalt, die Aufwertung und Stärkung dieser Zentren und Ortskerne. In den ausgewählten Gebieten soll die Lebens- und Aufenthaltsqualität gesteigert werden. Dafür werden verschiedene Maßnahmen finanziert, z.B. die Stärkung von Geschäften, die Verschönerung öffentlicher Räume, die Schaffung von Freizeit-, Bildungs- und Kulturangeboten für die Nachbarschaft und die Sanierung von Gebäuden. Außerdem geht es auch um Klimaschutz und -anpassung. Die Grundlage aller Maßnahmen ist ein „Entwicklungskonzept“. Das ist ein Plan für die Entwicklung des Gebietes. In diesem wird festgelegt, was für das Gebiet wirklich wichtig ist. Und hierbei können sich die Bewohner*innen aktiv einbringen. Dieser Plan wird gemeinsam entwickelt und regelmäßig aktualisiert. Außerdem werden auch regelmäßig Veranstaltungen durchgeführt, auf denen ganz genau über die laufenden Maßnahmen berichtet wird und weitere Ideen aufgenommen werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit sich bei den einzelnen Baumaßnahmen im Gebiet zu beteiligen.

In Pankow ist das Sanierungsgebiet Langhansstraße in Weißensee teil des Fördergebiets Lebendige Zentren und Quartiere. Das Gebiet wird von Stadtkontor Gesellschaft für behutsame Stadterneuerung mbH betreut. Weitere Informationen gibt es hier: Sanierungsgebiet Langhansstraße - Berlin Pankow

Das Programm Wachstum und Nachhaltige Erneuerung
Berlin lebt und verändert sich. Zum Beispiel in der Zusammensetzung der Bevölkerung oder den wirtschaftlichen Schwerpunkten. Daher muss der städtische Raum ständig angepasst werden. Gebiete mit hohen Geburtenzahlen brauchen mehr Kitas, Schulen und Spielplätze, andere Quartiere, mehr moderne öffentliche Gebäude oder auch mehr Grünflächen. Das Programm „Nachhaltige Erneuerung“ gestaltet diese Veränderungen durch Bauprojekte. Grundlage ist die Festlegung von bestimmten Gebieten, in denen Geld in Bauprojekte investiert wird. Der Bezirk wird bei der Durchführung des Programms in jedem Gebiet durch ein beauftragtes Büro unterstützt. Zusammen mit Anwohnenden und Einrichtungen wie etwa Schulen wird am Anfang ein „Entwicklungskonzept“, also ein Plan erstellt. In diesem wird bestimmt, was genau für die Gebiete wichtig ist und welche Baumaßnahmen durchgeführt werden sollen. Dann werden die Bauprojekte geplant. An der Planung dieser Projekte können Bewohner:innen mitwirken. Dafür gibt es gezielte Veranstaltungen, sogenannte „Planungswerkstätten“. Jede/r kann dabei mitmachen. Je mehr Menschen sich beteiligen, desto mehr Interessen können in der Planung berücksichtigt werden.

In Pankow gibt es 4 solcher Gebiete:

Fördergebiet Buch
Das Fördergebiet Buch umfasst einen Großteil des Ortsteils Buch im Nordosten des Stadtbezirks Pankow. Das Fördergebiet teilt sich auf in den seit 2002 geförderten Teil östlich der S-Bahn-Trasse und den Erweiterungsbereich westlich der Bahn, der im August 2016 in die Förderkulisse aufgenommen wurde. Dieser Bereich wird als neues Wohnquartier entwickelt.
Weitere Informationen gibt es auf diesen Webseiten:

• Buch - Nachhaltige Erneuerung Berlin.de
• Stadtumbaugebiet Buch - Berlin.de

Fördergebiet Prenzlauer Berg - Greifswalder Straße
Das Fördergebiet Greifswalder Straße umfasst die Großsiedlung aus den 1960er und 70er Jahren nordöstlich des S-Bahnhofs Greifswalder Straße sowie die Flächen des Neubauvorhabens „Wohnen an der Michelangelostraße“. Das Quartier soll als lebenswerter und attraktiver Ort für Wohnen, Arbeiten, Bildung und Freizeit zukunftsweisend weiterentwickelt werden.
Weitere Informationen gibt es auf diesen Webseiten:

• Greifswalder Straße - Nachhaltige Erneuerung Berlin.de
• Stadtumbaugebiet Greifswalder Straße - Berlin.de

Fördergebiet Prenzlauer Berg – Ernst-Thälmann-Park/Grüne Stadt
Das Gebiet Prenzlauer Berg umfasst die südliche Hälfte des Ortsteils Prenzlauer Berg mit der dichten gründerzeitlichen Bebauung und grenzt im Süden an den Bezirk Mitte an. Die Kulisse umfasst die ehemaligen fünf Sanierungsgebiete, jedoch liegt der Förderschwerpunkt auf dem Gebiet um den Ernst-Thälmann-Park zwischen Greifswalder Straße , Prenzlauer Allee, Danziger Straße und dem Stadtbahnring sowie der Grünen Stadt.
Weitere Informationen gibt es auf diesen Webseiten:

• Prenzlauer Berg - Nachhaltige Erneuerung Berlin.de
• Schwerpunktgebiet Thälmannpark / Grüne Stadt - Berlin.de

Fördergebiet Pankow Süd
Das Gebiet Pankow Süd ist als neues Städtebaufördergebiet 2026 hinzugekommen. Das Gebiet befindet sich südlich des S-Bahnhofs Pankow zwischen Kissingenstraße, Prenzlauer Promenade, Thulestraße, Berliner Straße, Esplanade und Dolomitenstraße. Hier werden Maßnahmen gefördert, die vor allem der Klimaanpassung und dem Klimaschutz zugutekommen sollen.
Weitere Informationen gibt es auf dieser Webseite:

• Pankow Süd - Berlin.de

BENN – „Berlin entwickelt neue Nachbarschaften“
BENN-Büros gibt es in allen Gebieten tätig, in denen es große Unterkünfte für geflüchtete Menschen gibt. In diesen Stadträumen verändert sich die Nachbarschaft im Umfeld der Unterkünfte durch den Zuzug der neuen Nachbarinnen und Nachbarn. Die BENN-Büros sind
Anlaufstelle für die Anwohnenden der Unterkünfte, die bestehende Nachbarschaft und auch die rundherum vorhandenen Einrichtungen. Sie sollen dabei helfen, die neuen Anwohnerinnen und Anwohner in die Nachbarschaft einzubeziehen. Sie organisieren Beteiligungsveranstaltungen, bei denen Geflüchtete und die Nachbarschaft zusammen Ideen für gemeinschaftliche Aktionen entwickeln, wie z.B. Gärtnern. Um diese Aktionen umzusetzen, verfügen die BENN-Büros über Geld, dass sie vom Senat bekommen. Sie helfen mit solchen Aktionen Unsicherheiten auf beiden Seiten abzubauen und den Zusammenhalt zu stärken. Alle die sich daran gerne beteiligen möchten, können einfach mit den BENN-Büros Kontakt aufnehmen.

Kontaktdaten:

BENN-Büro Buch
im Bucher Bürgerhaus (2. OG, Raum 2.04)
Franz-Schmidt-Straße 8 – 10
13125 Berlin
Tel.: +49 30 920 474 99
Mobil: +49 17680652646
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

BENN-Büro Weißensee
AG SPAS e.V.
Gustav-Adolf-Straße 125
13086 Berlin
Tel: 030 55202500
Handy: +49 17660382857
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.